Review: ReadKit für den Mac – RSS und Späterlesen an einem Ort

Logo Readkit (Screenshot)

Logo Readkit (Screenshot)

Nachdem Google Reader eingestellt wurde und ich zu Feedly als Sync-Service wechselte, benötigte ich auch einen neuen RSS-Reader auf  meinem Mac, da es bis heute leider kein Update für meinen zuvor genutzten Mac-Client Reeder gibt. Seit einiger Zeit nutze ich nun die App ReadKit, welche ich hier vorstellen werde.

Äußerlich unterscheidet sich ReadKit nicht sonderlich viel Reeder, beide Apps passen nahezu perfekt in die Designsprache von OS X. Der Hauptunterschied zu Reeder besteht darin, dass ReadKit nicht nur ein RSS-Client ist, der mit einem Online-Dienst synchronisiert, sondern optional auch einen offline Reader bereitstellt. Des Weiteren lassen sich die Dienste Instapaper, Pocket, Readability, Pinboard, Delicious, Feedly, NewsBlur, Feed Wrangler und Feedbin einbinden. Sehr schön ist auch, dass der selbst gehostete RSS-Reader Fever ebenso unterstützt wird.

Nach dem ersten Start von ReadKit, fordert einen die App auf sich bei einem der oben genannten Dienste anzumelden, bzw. den eingebauten RSS-Reader zu aktivieren. Nach der anschließenden Synchronisation werden die Feeds und Dienste in der linken Spalte angezeigt. In der mittleren Spalte befindet sich wiederum die Artikelübersicht und rechts der ausgewählte Artikel.

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Interface von ReadKit

 

Falls der RSS-Feed nicht den ganzen Artikel beinhaltet, sondern lediglich ein kurzes Snippet, kann ReadKit mittels Readability den vollständigen Artikel nachladen. Besonders praktisch: In den Shortcut-Einstellungen lässt sich festlegen, dass die Readability-Ansicht über die rechte Cursortaste aufgerufen wird. So kann bequem nur mit Hilfe der Cursortasten durch die einzelnen Artikel und Feeds navigiert werden, ohne die Hand von der Tastatur nehmen zu müssen.

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Artikel in Readability-Ansicht bei ausgeblendeter Feedspalte

 

Über das Auge unten rechts lässt sich die Ansicht auf den Artikel fokussieren, wodurch nur die Artikelspalte angezeigt wird, gerade bei längeren Texten sorgt dies für angenehmeren Lesefluss.

Fokussierung auf den Artikel

Fokussierung der Ansicht auf den Artikel

 

Die Anzeige der einzelnen Artikel lässt sich in in den Einstellungen anpassen. Neben der Schriftart können Artikelbreite sowie Zeilenabstand festgelegt und, was bei vielen Readern leider fehlt, die Textausrichtung auf Blocksatz umgestellt werden. Ebenso kann ReadKit die Leseposition speichern und die eigentliche Webseite im Hintergrund vorgeladen, um diese im eingebauten Browser ohne Wartezeit bereitstellen zu können, was auch sehr gut funktioniert.

Artikeleinstellungen

 

In den Sharing-Einstellungen können die gewünschten Dienste aktiviert bzw. deaktiviert werden. Auch lässt sich festlegen, ob der entsprechende Dienst direkt in der oberen Toolbar angezeigt oder auch per Shortcut ausgelöst werden soll.

Sharing-Einstellungen

Sharing-Einstellungen

 

Shortcuts lassen sich natürlich auch für andere Funktionen definieren, darunter die schon oben erwähnte Readability-Funktion über die rechte Cursortaste.

Shortcut-Einstellungen

Shortcut-Einstellungen

 

Ein weiteres nützliches Feature von ReadKit sind die wie aus vielen OS X Apps bekannten Intelligenten Ordner. Mit ihnen lassen sich alle Artikel die bspw. ein bestimmtes Wort enthalten herausfiltern und gruppiert in der linken Spalten anzeigen. Optional kann sich über neue Einträge auch in der Mittteilungszentrale von OS X informiert werden.

Smart Folder

Smart Folder

 

Insgesamt lässt sich ReadKit an vielen Stellen anpassen und hält auch vier verschiedene Skins bereit. Darunter neben einem hellen auch einen dunklen Skin, quasi ein Nachtmodus für dunkle Umgebungen. Mittels Pocket getaggte Artikel lassen sich ebenso durchsuchen wie die Artikel eines Feeds, eine übergreifende Suche existiert hingegen leider nicht. Bei RSS-Feeds lässt sich dies jedoch umgehen, indem alle in einem Ordner gruppiert werden. Neue Feeds lassen sich ebenfalls direkt in ReadKit abbonieren. Die Synchronisation mit Feedly und Pocket klappt bei mir gut und zügig. Erfreulich ist auch, dass die App aktiv weiterentwickelt und regelmäßig mit Updates und neuen Features versorgt wird.

Wer täglich Nachrichten und Blogeinträge aus verschieden Quellen liest oder bei einem von diversen Diensten zum späterlesen ablegt, sollte sich ReadKit einmal anschauen. Die App setzt OS X 10.8 voraus und kostet 5,99 € im App Store.

ReadKit
ReadKit
Entwickler: Webin
Preis: 10,99 €

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