Review: Slow Feeds – iOS RSS-Client für die kleinen Seiten

Eine Vielzahl an abonnierten RSS-Feeds kann dazu führen, dass die kleinen Blogs mit niedriger Artikelfrequenz zwischen den großen Newsseiten untergehen. Eine App, die versucht dieses Problem zu umgehen, ist Slow Feeds.

Slow Feeds ist ein RSS-Reader der etwas anderen Art. Anstatt, wie bei den meisten Readern üblich, die abonnierten Feeds nach Anbieter zu sortieren,  kennt Slow Feeds nur zwei Kategorien: Die Namengebenden Slow Feeds und High Volume. Unter ersteren sammelt die App alle Abonnements, die weniger häufig neue Inhalte posten, unter High Volume finden sich wiederum alle Feeds wieder, die häufig aktualisiert werden.

Feeds können entweder direkt in der App abonniert werden oder von folgenden Diensten abgerufen werden:

  • BazQux Reader
  • Feed Wrangler
  • Feedbin
  • FeedHQ
  • Feedly
  • NewsBlur

Artikel selbst können bei Instapaper, Pocket, Pinboard und Delicious hinterlegt werden, ebenso lässt sich festlegen, in welchem Browser Artikel extern geöffnet werden sollen. Eine Readability View wurde hingegen bewusst außen vor gelassen. Dies stört mich jedoch nicht, da ich ohnehin alle Abonnements – wie hier beschrieben – als Volltext angezeigt bekomme.

slowfeeds_1

Die automatische Kategorisierung der Feeds klappt recht gut, ist aber nicht perfekt und kann (in der Vollversion) manuell geändert werden. So wurde bei mir der Feed der New York Times Germany News – mit drei bis vier Artikeln am Tag – als Slow Feed eingeordnet, während iphoneblog.de – mit i.d.R. maximal täglich zwei Artikeln – unter High Volume wiederzufinden war.

slowfeeds_2

Ein Feature, was weitaus mehr Reader integriert haben sollten, sind die Hot Links. Slow Feeds sammelt hier alle Links, auf die die abonnierten Seiten häufig als Quelle verweisen. Leider lassen sich dort nicht bestimmte Links manuell ausblenden, denn neben solchen zu wirklichen Artikeln, werden zwangsläufig auch die Links zu Sharing-Diensten oder, wie auf dem Screenshot zu sehen, zur Taz-Paywahl aufgeführt. Da diese sehr häufig vorkommen, ist diese eigentlich gute Funktion – zumindest für mich – leider nicht so nützlich. Ebenso verhält es sich mit den unter Images gesammelten Bildern, dies liegt jedoch an meinen abonnierten Feeds, ist aber bei Reise- oder Koch-Blogs sicherlich ganz nett zum Entdecken. Was sich unter Starred verbirgt, dürfte selbsterklärend sein.

slowfeeds_3

Vom Ansatz her ist Slow Feeds eine super Idee und auch die Umsetzung ist größtenteils gelungen. Zwar „warnt“ der Entwickler auf seiner Homepage davor, dass die App nichts für diejenigen sei, die möglichst viel manuell konfigurieren möchten, allerdings ist Slow Feeds wirklich sehr puristisch. So kommt es zu dem oben beschriebenen Problem mit den Hot Links, eine Art Mute-Funktion für Links und Feeds wäre hier hilfreich. Ebenso ist eine Übersicht aller abonnierten Feeds wünschenswert, da es doch recht mühselig ist, einen Feed mit wenigen Artikeln unter High Volume zu finden, um diesen dann als Slow Feed zu kategorisieren.

Wer die App ausprobieren möchte, kann dies kostenlos tun. Allerdings werden erst einmal nur die Slow Feeds dargestellt, alle anderen Features werden per In-App-Kauf für 2,69 € freigeschaltet. Die App ist Universal und setzt iOS 7.1 voraus.

Slow Feeds
Entwickler: Zozi Apps
Preis: Kostenlos+

Fragen, Anregungen oder eine Meinung zum Thema? Hinterlasse einen Kommentar:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Cookies erleichtern die Bereitstellung der Webseite. Mit der Nutzung von netzmemo.de erklärst du dich damit einverstanden, dass Cookies gespeichert wenden.Verstanden.