Review: Recordium – Sprachmemo-App für das iPhone

Hin und wieder kommt es vor, dass ich mit meinem iPhone Vorträge aufnehme. Apple bietet zwar mit der Sprachmemo-App eine eigene Lösung an, allerdings ist der Funktionsumfang der App doch recht dürftig. Größtes Manko ist aus meiner Sicht die Exportfunktion der Aufnahmen. Um diese auf den Mac zu bekommen, muss das iPhone entweder mit iTunes synchronisiert werden oder die Aufnahme per E-Mail/iMessage an sich selbst geschickt werden, beides sehr umständlich. Aus diesem Grund habe ich mir die App Recordium angeschaut, die noch weitere nützliche Features mitbringt.

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Nach Start von Recordium wird eine Übersicht aller bisherigen Aufnahmen angezeigt, anders als in Apples App können diese jedoch in Ordnern abgelegt werden. Am oberen Rand befinden sich die Suchfunktion sowie ein „WLAN-Button“, zu letzterem später mehr. Eine neue Aufnahme wird über den Mikrofon-Button am unteren Rand gestartet, die Aufnahmequalität und das Dateiformat lassen sich in den Einstellungen festlegen.

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Das Aufnahmefenster zeigt am unteren Rand die Waveform der Aufnahme an, deren Ausschnitt mit der bekannten Pinch-to-Zoom-Geste vergrößert werden kann. Mittels des gelben Marker-Buttons können bestimmte Stellen in der Waveform während der Aufnahme markiert werden, um diese später einfacher wiederzufinden. Über das „Plus“ lassen sich Bilder, Notizen und Tags hinzufügen, letztere sind mit der oben erwähnten Suchfunktion auffindbar. Ein wirklicher Vorteil von Recordium gegenüber der Sprachmemo-App ist, dass sich über den kleinen Mikrofon-Button links die Eingangslautstärke ändern lässt, so muss diese nicht noch nachträglich angehoben werden, wenn die Audioquelle weiter vom iPhone entfernt war. Ebenso verfügt Recordium über eine Auto-Pause-Funktion (AP-Button), diese wird aktiviert, wenn für fünf Sekunden die Lautstärke einen bestimmten Pegel unterschreitet – wird diese wieder überschritten, startet die Aufnahme dementsprechend wieder. Titel und Speicherort können direkt festgelegt werden, lassen sich aber auch nachträglich noch ändern. Ebenso können auch noch Fotos, Tags, Markierungen usw. der fertigen Aufnahme hinzugefügt werden, welche auch direkt in der App zugeschnitten werden kann.

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Der Export der fertigen Aufnahmen erfolgt entweder über den oben erwähnten „WLAN-Button“, der den Zugriff auf Recordium über den Browser ermöglicht. Weitere Export-Möglichkeiten werden in der Ordnerübersicht über einen Wisch der Aufnahme nach rechts erreicht, neben E-Mail kann Recordium die Aufnahme auch an andere Apps, z.B. Instashare oder Dropbox, weiterreichen – ein wirkliches K.O.-Kriterium, dass Apples App dies nicht unterstützt.

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Einen Nachteil hat Recordium, wie alle anderen Dritt-Apps, allerdings doch: Sobald ein Anruf erfolgt bricht die Aufnahme ab! Es sollte also in den Flugmodus gewechselt werden, damit die Aufnahme nicht auf einmal unterbrochen wird. Auch passt das Design von Recrodium leider nicht so richtig in die iOS 7 Umgebung. Wen dies nicht stört und wer während einer Aufnahme nicht zwingend mobil erreichbar sein muss, findet in Recordium jedoch eine durchweg gelungene Alternative zur im Vergleich recht funktionsarmen Sprachmemo-App. Dass einzige was eigentlich fehlt ist ein Pendant für den Desktop, denn Markierungen, Notizen usw. sind – zumindest für mich – erst dort wirklich nutzbar, können aber nicht exportiert werden.


2 Kommentare zu “Review: Recordium – Sprachmemo-App für das iPhone”
  1. Anastasia 11. Februar 2016
  2. Anastasia 1. März 2016

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