Review: Leef iBridge – USB-Stick für iPhone und iPad mit Lightning-Anschluss

iBridge von Leef

Mal eben ein großes Video vom Mac auf das iPhone übertragen? Den oft knappen Speicherplatz von iPhone oder iPad erweitern? Das bietet die iBridge von Leef: Ein USB-Stick mit zusätzlichem von Apple für iPhone, iPad und iPod zertifiziertem Lightning-Anschluss, den ich hier in einem kleinen Test vorstellen werde.

Durchdachtes Design
Wie beim iPhone stellt sich auch bei der iBridge vorab die Speicher-Frage. Angeboten werden Varianten in 16 GB, 32 GB, 64 GB, 128 GB und 256 GB, die preislich zwischen 42 € und (unglaublichen) 300 € liegen.
Was sofort auffällt, ist die ungewöhnliche, aber zugleich praktische Form der iBridge. Steckt der Stick in einem iPhone oder iPad, verschwindet ein Großteil der iBridge auf der Rückseite des Geräts und stört dadurch nicht sonderlich. Mitgedacht haben die Designer auch beim Material des sehr gut verarbeiteten USB-Sticks. Da die iBridge zum Großteil aus hartem Silikon besteht, ist sie leicht flexibel und sollte so bei den meisten iPhone- und iPad-Hüllen kein Problem darstellen. Eine Schutzkappe für die beiden Anschlüsse liegt bei.

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Zugriff nur per Hersteller-App
Die wirklich spannende Frage ist natürlich, wie die iBridge mit iOS zusammenarbeitet, denn am Mac oder PC ist sie ein ganz normaler USB-Stick. Um unter iOS auf die iBridge zugreifen zu können, wird zwingend die kostenlose App MobileMemory vom Hersteller Leef benötigt. Die Funktionen der App sind eigentlich selbsterklärend. Mit ihr lassen sich Fotos aus der iOS Fotos-App auf der iBridge speichern und umgekehrt, Medien und Dokumente aufrufen und mit einer App-internen Kamerafunktion auch Fotos und Videos direkt auf der iBridge speichern. Für Kontakte und Fotos bietet die App eine Backup-Funktion, die optional auch automatisch bei jedem Start der App durchführt werden kann. Ein Dateimanager ist ebenso vorhanden.

iBridge App

Native Darstellung von vielen Dateifomaten
Der Content Viewer ist gut durchdacht und zeigt übersichtlich Fotos, Musik, Filme und Dokumente an. Dabei ist es egal in welchem Ordner die jeweilige Datei auf der iBridge liegt, sie wird automatisch einer der jeweiligen Kategorien zugeordnet. Auch bei TV-Serien, entsprechende Dateinamen vorausgesetzt, werden die einzelnen Episoden gruppiert dargestellt. Gleiches gilt für Musikdateien, die sich nach einzelnen Titeln, Alben und Interpreten sortieren lassen. Die App unterscheidet bei der Verwaltung zwischen Dateien auf der iBridge und auf dem iPhone gespeicherten Dateien. Letztere lassen sich dann natürlich auch ohne den angeschlossen USB-Stick nutzen.

Laut Hersteller unterstützt die iBridge folgende Dateiformate für eine native Darstellung:

  • Video: mp4, .m4v, .mpv, .mov, .mpg, .mkv, .wmv, .flv, .3gp, .gif, .avi
  • Musik: .wav, .aac, .aif, .aiff, .caf, .m4a, .mp3
  • Dokumente: doc, .docx, .htm and .html, .key, .numbers, .pages, .pdf, .ppt, .pptx, .txt, .rtf, .vcf, .xls, .xlsx, .ics
  • Fotos: .jpg, .tiff, .gif

Auf DRM-geschützte sowie in der iOS-internen Musik- bzw. Video-App gespeicherte Medien hat die App jedoch keinen Zugriff.

iBridge App

Träge Übertragungsgeschwindigkeit
Dank der (nicht mehr ganz so) neuen Sharing-Optionen in iOS können die Dateien auch in anderen Apps geöffnet werden. Dies setzt allerdings voraus, dass iBridge-Inhalte zuvor in den App-Speicher kopiert werden müssen. Natürlich lassen sich so auch Dateien aus anderen Apps auf die iBridge übertragen.
Die Dateiübertragung vom Mac auf die iBridge – leider nicht via USB 3 – ist etwas träge. Eine knapp 2,5 GB große Datei benötigt ca. 6,5 Minuten, während ein simpler USB 2-Stick von Hama nur etwas über 2 Minuten benötigt. Dies liegt zum einen daran, dass die iBridge in Fat32 formatiert sein muss, aber auch der verbaute Flash-Speicher scheint nicht der schnellste sein.

Fazit
Die behäbige Dateiübertragung schmälert jedoch nicht die Funktionsweise und letztendlich ist die iBridge von Leef ein praktisches Produkt. Der USB-Stick tut was er soll, die App ist gut umgesetzt und läuft bisher ohne Abstürze. Als Speichererweiterung, aber gerade auch um bspw. mit dem iPhone aufgenommene Videos in kürzester Zeit auf einen Mac zu übertragen, ist die iBridge die wohl schnellste und unkomplizierteste Lösung – auch wenn sie ihren Preis hat.


Ein Kommentar zu “Review: Leef iBridge – USB-Stick für iPhone und iPad mit Lightning-Anschluss”
  1. Hosner Annick 27. Juni 2017

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