Jelly – Frag deine Freund*innen statt Google

Die gestern vorgestellte und unter anderem von Twitter Mitgründer Biz Stone entwickelte App Jelly, möchte eine andere Art von Suchmaschine sein. Anders als Google oder Bing setzt Jelly auf das Wissen unserer Freund*innen, die Frage selbst wird per Foto gestellt.

Nach erstmaligem Start möchte sich die App mit Twitter und/oder Facebook verbinden, danach wird nach einer kurzen Einführung direkt die Kamera gestartet. Neben der Möglichkeit ein Foto zu knipsen oder aus dem Fotoalbum auszuwählen, steht auch die Google Bildersuche zur Verfügung. Anschließend kann dem Foto neben der Frage noch ein Link oder eine Markierung hinzugefügt werden.

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Die Navigation in Jelly erfolgt über Gesten. Per Wisch nach unten wird der Aufnahmemodus beendet und die Fragen angezeigt, beziehungsweise zur nächsten Frage gewechselt. Dabei werden, zumindest über die Verknüpfung mit Twitter (keiner meiner Facebook-Kontakte ist z.Z. bei Jelly), nicht nur die Fragen der eigenen Kontakte, sondern auch die Fragen von Dritten berücksichtigt.

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Die Fragen können nicht nur selbst beantwortet werden, sondern auch per SMS und E-Mail weitergeleitet oder in die Zwischenablage kopiert werden. Über einen Wisch nach oben werden die Antworten angezeigt, hilfreiche Antworten können mit einem „Good“ bedacht werden, eine Sortierung auf Grund dieser Bewertung erfolgt jedoch nicht.

 
Obwohl unter anderem Al Gore, U2s Bono und das Businessnetzwerk LinkedIn in Jelly investiert haben und somit einiges Potential in Jelly sehen, erschließt sich mir noch nicht der wirkliche Mehrwert. Bilder mit einer kurzen Frage versehen kann ich schließlich auch bei Twitter und Facebook, eine Markierung ist mit Skitch auch schnell hinzugefügt. Natürlich geht das mit Jelly etwas bequemer, aber reicht das, um viele Nutzer*innen anzulocken?  Wie auf dem Bild oben zu sehen ist, müssen die Antworten auch bei Jelly nicht unbedingt hochwertiger sein.

Jellys eigene Beschreibung als Soziale Suchemaschine trifft nur bedingt zu. Primär konzentriert sich die App auf das Beantworten und dort wird abzuwarten sein, wie interessant sich das Ganze darstellt, wenn das 10. Mal gefragt wird, welches Denkmal denn auf dem Bild zu sehen ist. Hilfreich wäre für die fragende Person beispielsweise, ob in ihrem Umkreis schon die entsprechende Frage gestellt und evtl. beantwortet wurde.
Ebenso fehlen noch ein paar Funktion, so wird in den Einstellungen nur eine leere Seite angezeigt und auch Antworten können weder editiert, noch gelöscht werden.

Das Konzept selbst finde ich jedoch erstmal ganz spannend und ist einen Blick wert.

Jelly ist kostenlos und neben iOS auch für Android zu haben.

[via heise.de mac & i]


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